Dierk Zaiser erhält nationalen Förderpreis "InTakt 2010"

Erneut hat das musik- und sozialpädagogische Projekt "Beatstomper" bundesweit Anerkennung erfahren. Dierk Zaiser, Lehrstuhlvertreter einer Professur für "Music & Movement" an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und Entwickler des Konzepts, erhielt kürzlich den nationalen Förderpreis "InTakt" 2010 der miriam-Stiftung. Im Mai war das „Beatstomper“-Prinzip in Trossingen bereits im „CrossCulture“-Projekt live zu erleben, als Kinder und Jugendliche der "Schule des Lebens" Trossingen gemeinsam mit jungen Erwachsenen von Zaisers Reutlinger Beatstomper-Ensemble die beeindruckende Bühnen-Performance "Game over" u.a. im voll besetzten Dr.-Ernst-Hohner-Konzerthaus präsentierten. Dieses Projekt von Zaisers Trossinger Studentin Ingrid Schorscher war mit verschiedenen nationalen Musikpädagogik-Preisen ausgezeichnet worden.

Aus knapp 50 Bewerbungen wählte nun die Jury der Fakultät für Rehabilitationswissenschaften der Universität Dortmund Dierk Zaiser für den diesjährigen, mit 1500 Euro dotierten Einzelpreis des nationalen Förderpreis "InTakt" 2010 der miriam-Stiftung aus. Dabei betonte die Dortmunder Professorin Irmgard Merkt, dass das integrative musikalische Leben sowohl in den Schulen als auch im außerschulischen Bereich bundesweit einen unglaublichen Aufschwung nehme.

"Beatstomper" ist ein Projekt, das sich in erster Linie an bildungsbenachteiligte und straffällig gewordene Jugendliche und Erwachsene richtet. Dierk Zaiser entwickelte das Konzept als Forschungsprojekt der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg an der sozialpädagogischen Außenstelle in Reutlingen. Dort und in Bad Urach gibt es seit inzwischen vier Jahren Modellgruppen, in denen gemeinsam mit Studierenden musikalische und choreografische Performances entwickelt und aufgeführt werden. "Trommeln was das Zeug hält, auf allem, was sich dafür anbietet", so erklärt Dierk Zaiser, greift als Prinzip vielleicht etwas zu kurz, doch verdeutliche es den Ansatz, mit dem die Jugendlichen und jungen Erwachsenen angesprochen werden. Fässer, Schilder, Felgen, aber auch Brückengeländer, Container oder alte Motorhauben werden von den "Beatstompern" genutzt, um ihre Percussion-Performances zu realisieren. Das Projekt "Beatstomper" kooperiert mit sozialen Trägern der Jugendhilfe, Jugendgerichtshilfe und Schulen. So auch zuletzt in Trossingen mit der "Schule des Lebens", als die Trossinger Rhythmikstudentin Ingrid Schorscher unter der Leitung von Dierk Zaiser ihr "CrossCulture"-Projekt realisierte, das neben dem erster Preis beim nationalen Musikpädagogikwettbewerb der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen 2010 auch einen ersten Preis beim Wettbewerb "Kinder zum Olymp" der Kulturstiftung der Länder 2010 erhielt.


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