Inszeniertes Konzert "MOVING SOUNDS" eröffnet das Festival des Landeszentrums am 02. Dez

„Moving Sounds“ ist ein inszeniertes Konzert, das Raum, Bewegung und neueste interaktive Sensortechnik mit einem genreübergreifenden Verständnis von Neuer Musik verbindet – genau der richtige „Paukenschlag“ für den Beginn des großen Einweihungsfestivals des Landeszentrums „MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE" am Samstag, 02. Dezember, 19.30 Uhr im Konzertsaal der Trossinger Musikhochschule. Zuvor wird um 17.00 Uhr im Blauen Bau die "musik AN|AUS stellung" offiziell eröffnet und um 18.45 Uhr findet ein Einführung in "Moving sounds" statt.

In „Six white dots“ für Jongleur, klingende Sensorbälle, sechs Gitarren und Soundtrack des renommierten Komponisten Henry Fourès mischen sich ausnotierte Musik, improvisierte Stimmungen und vorproduzierte Klangwelten mit den ausdrucksstarken Körper- und Bewegungsgestalten der interaktiven Jonglierkunst. Das entstand im Auftrag des Landeszentrums für sein Ensemble Open Source Guitars (OSG) und den Jongleur Jérôme Thomas.

Die von den berühmten französischen Instituten IRCAM und GMEM entwickelten Sensorbälle des Jongleurs lösen Klänge aus der reichen und ungewöhnlichen Klangsammlung von OSG aus, die mit den live gespielten Gitarren verschmelzen, sie akzentuieren und mit Rhythmen unterlegen. Den Musikern bietet Fourès die formale Struktur sowie Improvisationsvorlagen und ausgeklügelte Klanglandschaften, über die sie gemeinsam mit dem Jongleur Raum, Zeit und Klang gestalten. Die Bewegungen des Jongleurs im Raum und sein Spiel mit den Sensorbällen ist dabei ebenso Teil der sinnlichen Erfahrung wie das ungewöhnliche Klanguniversum von OSG.

Die Erfahrung von Bewegung und Körper in Verbindung mit Klang steht im Mittelpunkt dieser Aufführung. Das Ensemble OSG bewegt sich in seiner Komposition „Moving Sounds“ mühelos zwischen den Stilrichtungen Rock, Improvisation und neuer Kammermusik. Die Mitglieder schöpfen dabei von ihrer Kompositions- und Aufführungserfahrung in multimedialen Theaterwerken, Konzeptkunst, Konzert-, und Filmmusik. So entstand auch „Moving Sounds“ als Kollektivkomposition der Bandmitglieder, die sich hierzu von unterschiedlichsten Stilen haben inspirieren lassen. Die italienische Noise Rock Band ‚Zu‘, die englische Avantgarde Rockband ‚Radiohead‘, der US-amerikanische Minimalist Steve Reich, die polnische Folk Gruppe ‚Kapela ze wsi Warszawa‘ und die deutsche Band ‚Rammstein‘ standen Pate für ihre Komposition.

Open Source Guitars spielen in ihrem Stück mit Ritualen, Rhythmen und Klanglandschaften. Ihren sechs Verstärkern (und neun Gitarren) stehen sechs auf jeweils einen Spieler individualisierte Lautsprecher gegenüber. In einer ausgeklügelten Raumklangdramaturgie schicken die Musiker ihre „Moving Sounds“ von einem inneren Kreis aus live gespielten Gitarren auf einen äußeren, Publikum und Spieler umgebenden Lautsprecherkreis und beziehen so das Publikum unmittelbar in ihr Ritual ein.

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen des Festivals

Unter www.landeszentrum.de gibt es Informationen zum reichhaltigen Festivalprogramm vom 02. bis 08. Dezember mit Konzerten, Workshops, Symposium, der durchgehenden „musik AN|AUS stellung“ sowie dem abschließenden multimedialen Galakonzert mit zahlreichen Lehrenden, Studierenden und Ehrengast Ministerin Theresia Bauer (MdL).


MH Trossingen