Werther-Quartett gewinnt den Iris-Marquardt-Preis 2017

24 Solisten und Ensembles hatten sich in diesem Jahr um einen der begehrten Preise beworben und der strengen Jury unter dem Vorsitz von Prof. Michael R. Hampel am 26. April vorgespielt. Neun von Ihnen wurden zur zweiten Runde am 27. April zugelassen. Am späten Abend stand das Ergebnis fest.

Iris-Marquardt-Preis 2017

DIE PREISTRÄGER:

Iris-Marquardt-Preis
Werther Quartett (Alte Musik, Prof. Anton Steck / Werner Matzke)

Preis der Freunde und Förderer
Yi Shu (KE Gesang, Prof. Alexandra Coku)
Sonderpreis der Freunde und Förderer (geteilt)
Sujeong Yun (KE Klavier, Prof. Raluca und Prof. Wolfgang Wagenhäuser)
Jonas Permentier (Oboe, MA Musikvermittlung, Andrea Elser)

DAAD-Preis (vorbehaltlich der Zustimmung des DAAD)
Lienite Kostanda (BA Violine, Prof. Dr. Marina Chiche) 

 

Das Werther Quartett

Im Jahr 2013 wurde zunächst das Werther Quartett von den Geigern Alexey Fokin und Alexander Pilchen, der Bratscherin Sara Gómez sowie der Cellistin Candela Gómez - alle vier studierten an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen - gegründet.

Die vier auf historische Aufführungspraxis spezialisierten Musiker entschieden aufgrund einer Leihgabe der Hochschule von vier Instrumenten in klassischer Bauweise, als Quartett gebaut vom Potsdamer Geigenbauer Tilman Muthesius, sich ganz dem Repertoire eben dieser klassischen Stilepoche zu verschreiben. Wesentliche Impulse erhielt das Ensemble von den Trossinger Professoren Anton Steck und Werner Matzke. Das Quartett konzertierte in mehreren europäischen Ländern unter anderem mit Werken von Haydn, Mozart, Arriaga und Beethoven.

Als Inspirationsquelle für den Namen des Quartetts diente der Goethe-Roman „Die Leiden des Jungen Werthers“, denn das Grundthema „Sturm und Drang“ ist sowohl für den stilistischen Schwerpunkt des Ensembles wie auch für das energiegeladene, leidenschaftliche und kontrastreiche Spiel der jungen Musiker charakteristisch.

Als Quartett à 5, verstärkt durch den Cembalisten Andreas Westermann, gewannen sie im November 2016 den 2. Preis beim internationalen Wettbewerb um den „Gebrüder-Braun-Preis“ in Bad Liebenwerda.

 

 

(27. April 2017)


MH Trossingen