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Prof. Elisabeth Gutjahr

Rhythmik

Elisabeth Gutjahr studierte Rhythmik und Tonsatz in Stuttgart und Köln. Sie beschäftigte sich seit Jahren intensiv mit Bewegungstheater und Neuer Musik. Ihre Produktionen wurden in vielen deutschen Großstädten vorgestellt, u. a. auch regelmäßig bei den "Stuttgarter Tagen für Neue Musik". 1987 wurde sie als Professorin für Rhythmik an die Staatliche Hochschule für Musik Trossingen berufen. 2004 wurde sie außerdem Mitglied der Strukturkommission der Hochschule. Seit dem 01. September 2006 ist sie Rektorin der Trossinger Hochschule als Nachfolgerin von Prof. Jürgen Weimer.

Mit ihren Kolleginnen Prof. Sabine Vliex und Dorothea Weise-Laurent hat Elisabeth Gutjahr die Trossinger Rhythmikabteilung neu strukturiert: Der Methodikbereich wurde erweitert, künstlerische Schwerpunkte kamen hinzu. So gibt es heute zahlreiche Projekte für Musik- und Bewegungstheater, meist in Zusammenarbeit mit anderen Hochschulklassen aus dem Bereich der lnstrumentalfächer. Ein besonderes Angebot ist das "Musik- und Bewegungstheater für Kinder mit Kindern" ( gemeinsam mit Prof. Sabine Vliex Innovationspreis "Inventio 2005" von Deutschem Musikrat und Yamaha-Stiftung für das Projekt "Rhythmik in der Grundschule"). Die Produktionen der Rhythmikabteilung werden fast immer vor vollem Zuschauersaal gespielt und treffen beim Publikum auf lebhafte Resonanz. 1994 wurde der "Europäische Rhythmikwettbewerb" ins Leben gerufen, der zu einem großen Erfolg wurde und 1998 erneut stattfand. Jeweils über hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer schafften den Sprung in die Endrunde und wurde nach Trossingen eingeladen, um dort ihre Choreographien zu zeigen. Seit 2005 finden neben zahlreichen regelmäßigen Weiterbildungsangeboten auch jährlich die "Trossinger Tage für Musik und Bewegung" statt mit Kursen zur Aus- und Weiterbildung.

Neben ihrer Unterrichtstätigkeit und der Projektarbeit ist Elisabeth Gutjahr auch publizistisch tätig. Zahlreiche Beiträge zu Themen der Rhythmik entstammen ihrer Feder, u.a. eine Broschüre über das Rhythmik-Studium in Trossingen (erhältlich über die Hochschule), ein Heft über die "Erwachsenenpädagogik in der Rhythmik" (ConBrio-Verlag, Regensburg) und vor allem ein großer Essay über den Forschungsschwerpunkt ihrer Gestaltungsarbeit, "Der Mythos Kreativität" (Verlag für Wissenschaft und Bildung, Berlin).

Seit 1989 schreibt Elisabeth Gutjahr auch Opemlibretti. Für den Komponisten Franz Hummel entstanden "Gesualdo", ein dramatischer Text über den neapolitanischen Renaissance-Komponisten für die Eröffnung des neuen Opernhauses in Kaiserslautern (UA 1996), der Text zu der Kammeroper "An der schönen blauen Donau" ("Beste Oper des Jahres 1994", so die Zeitschrift Opernwelt), "Beuys" mit und nach Texten von Joseph Beuys (Koproduktion der Wiener Festwochen und der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf) und ein Libretto über Händel und den Orpheus-Mythos (Auftragswerk des Badischen Staatstheaters Karlsruhe für die Händel-Festspiele 1999/2000). Für den Komponisten Tobias P. M. Schneid schrieb sie "Swin swin", eine Kammeroper, die auch für das Fernsehen produziert und 1998 auf 3sat ausgestrahlt wurde. Zur Jahrtausendwende verfasste sie das Libretto für die Oper "Sonnenfinsternis" von Jozsef Sari.

Seit 1992 arbeitete Elisabeth Gutjahr an dem mittlerweile vollendeten Gedichtzyklus "Tractatus logico-poeticus", der in Auszügen unter dem Titel "Wittgenstein" als preisgekröntes Hörbuch in Zusammenarbeit mit Klaus Löwitsch erschienen ist. (Auszeichnung "Bestes Hörbuch 2001").

Zudem war Elisabeth Gutjahr von 1997 bis 2000 Organisatorin des Klassikfestivals "Riedenburger Sommer". Hinzu kommt die Tätigkeit als Musikdramaturgin, Choreografin und Regisseurin an verschiedenen Theatern. 2006 ist sie Jurorin und Laudatorin des renommierten "Karl-Hofer-Preises" der Universität der Künste Berlin.

Elisabeth Gutjahr ist seit 2003 Mutter einer kleinen Tochter.

 



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