OPEN SOURCE GUITARS vertonen Stummfilm-Klassiker "Nosferatu"

Aufführungen:

  • 01. Okt 2014, 19.30 Uhr, Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck
  • 16. Okt 2014, 20.00 Uhr, Capitol VS-Schwenningen (= Cinema musicale V)
  • 21. Nov 2014, 20.00 Uhr, "Nosferatu-Shreds", Hochschule für Musik Stuttgart
  • 13. Dezember 2014, ca. 23 Uhr, Hochschule für Musik Trossingen (= Lange Nacht der Gitarre)

Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu", die erste Dracula-Adaption der Filmgeschichte und gleichzeitig die charismatischste, gilt als einer der künstlerisch wertvollsten deutsche Filme aller Zeiten. Mit seiner poetische Bildsprache, revolutionären Naturaufnahmen, dem Spiel von Licht und Schatten und dem unvergesslichen Titeldarsteller Max Schreck repräsentiert der Stummfilm als wichtigster Film der Weimarer Republik den deutschen Expressionismus und reflektiert auf poetisch-psychologischer Ebene die Geschehnisse des Ersten Weltkriegs und die Wirren der Nachkriegszeit.
Der Originaltitel „Nosferatu-Eine Sinfonie des Grauens“ trägt den Bezug zur Musik bereits in sich. Das Ensemble „Open Source Guitars“ lässt in seiner Livevertonung  eine vielschichtige Musik entstehen, gespielt auf klassischen wie elektrischen Gitarren und verwendet auch digital erzeugte Klänge. Die Musik wechselt zwischen komponierten und improvisierten Abschnitten. Sie korrespondiert sowohl mit der bedrohlich-grauenhaften wie auch einer alles durchdringenden mystischen Grundstimmung und greift die expressive Gestik und die Kontraste aus übersteigertem Tempo und erstarrender Bildsprache mit musikalischen Mitteln auf. Die Leitung des Projekts haben Prof. Michael Hampel und der Musikdesign-Student Andreas Brand.

Die Handlung des Films: Der junge Häusermakler Hutter wird nach Transylvanien geschickt, um dem Grafen Orloc ein verfallenes Haus zu verkaufen. Dieser erkennt im Bild der Braut Hutters das Objekt seiner Begierde und macht sich auf nach Wisborg. Überall, wo er erscheint, bricht die Pest aus. Hutters Braut erkennt in Orloc den Vampir und gibt sich ihm hin, sodass dieser den Hahnenschrei verpasst und von der aufgehenden Sonne verbrannt wird. Im selben Augenblick verschwindet auch die Pest.
 
Die Premiere findet am 1. Oktober 2014 um 19.30 Uhr im Freilichtmuseum in Neuhausen ob Eck statt. Weitere Aufführungen folgen am 16. Oktober 2014 um 20.00 Uhr im Capitol in VS-Schwenningen, sowie am 13. Dezember 2014 zur Geisterstunde im Rahmen der langen Gitarrennacht an der Musikhochschule Trossingen. Am 21. November werden in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart Ausschnitte der Filmvertonung im Rahmen der Konzertreihe „Wege in die Gegenwart“ gezeigt.