Studierende aus Trossingen und Furtwangen gestalten Deutsches Harmonikamuseum

Bildunterschriften: Die Studierenden testen den interaktiven Stammbaum. | OBM-Studentin Alina Himmelsbach nimmt finale Programmierungen am interaktiven Stammbaum vor. | Gruppenfoto vor dem interaktiven Plakat im Harmonikamuseum. V.l.n.r.: Max Ackermann, Stefan Erschig, Andrea Lassak, Tobias Hoffmann, Alina Himmelsbach, Andreas Brand (Projekt-Leitung Musikdesign), Gerhard Braun (Braun-Engels Gestaltung), Martin Häffner (Museumsleitung) | Der Tuttlinger Bürgmeister Willi Kamm, sein Trossinger Kollege Dr. Clemens Maier sowie die Kanzlerin der Musikhochschule Margit Mosbacher entdecken den interaktiven Stammbaum. | Musikdesignstudent Max Ackermann (links) passt Kurzhörspiele an die Akustik im Museum an.  

Zu den Highlights der studentischen Arbeiten zählen ein interaktiver Mundharmonika- und Akkordeonstammbaum sowie ein interaktives Hörspielplakat. So begab sich der Musikdesign-Student Max Ackermann auf eine Zeitreise in das Trossingen um die Jahrhundertwende 1900. Anhand einer traditionellen Firmenansicht der Firma Hohner macht er auf originelle Art und Weise die Vergangenheit erlebbar. So erklingen beispielsweise ein fiktiver Dialog zwischen dem Unternehmer Matthias Hohner und seinem damals 13-jährigen Sohn Will oder eine Unterhaltung der Hohner-Töchter am Brunnen. Auch der Monolog eines Warentransporteurs versetzt die Museumsbesucher über 100 Jahre zurück in die Vergangenheit. Aufgenommen und produziert wurden die Kurzhörspiele im Trossinger Musikdesign-Tonstudio – in diesem Zuge bekamen die Studierenden auch einen detaillierten Einblick in die Arbeit mit Sprechern.

Die OnlineMedien-Studierende (OMB) Alina Himmelsbach entwickelte und programmierte federführend den interaktiven Mundharmonika- und Akkordeonstammbaum. Im Team mit der OMB‘lerin Andrea Lassak und Musikdesigner Tobias Hoffmann wurden die Inhalte für den Stammbaum auf visueller und auditiver Ebene strukturiert, aufbereitet und mit einem Touch-Monitor illustriert. Darüber hinaus betreuten Kevin Strobel (OMB) und Stefan Erschig (Musikdesign) weitere Medienstationen, wie „Musikstile der Welt“ oder „Die Harmonika im Weltall“ sowie verschiedene Videostationen. Alle Stationen sind seit der feierlichen Eröffnung am 10. Mai 2016 im Deutschen Harmonikamuseum Trossingen, Hohnerstraße 4/1, erlebbar.

Mit dem gemeinsamen Bachelorstudiengang Musikdesign kooperieren die Hochschulen Furtwangen und Trossingen seit dem Wintersemester 2010 im intensiven Dialog. Neben einem gelebten Austausch der Unterrichtsinhalte sind in Studienprojekten unterschiedliche Kompetenzen vertreten, wodurch interdisziplinäre und crossmediale Konzepte Hand in Hand erarbeitet werden können. Diese Zusammenarbeit wird durch das künftige Landeszentrum „Musik – Design – Performance“ der Trossinger Hochschule für Musik noch ausgebaut.