Trossinger Hochschule erhält Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE

MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE versteht sich als Brückenbauer zwischen der Musiktradition und einer zunehmend digitalisierten Welt. Es integriert einen musikalisch hochbegabten Nachwuchs in die Musikhochschulen und öffnet den Zugang zur Hochkultur. Es hinterfragt mediale Soundgestaltung und formuliert musikalische Gestaltungsansprüche. Es schafft aber auch neue Räume für den Erhalt und die Fortschreibung des musikalisch-künstlerischen Erbes.

In Anerkennung der bereits vielfältigen Erfolge des Studiengangs Musikdesign sowie der Open Source Guitars konnte das eingereichte Konzept vollständig überzeugen. Das neue Landeszentrum kann ab Januar 2016 aus der Mitte der Hochschule heraus entwickelt werden. Die Musikpädagogik ist ebenso involviert wie die Wissenschaft, digitale Medien ebenso wie künstlerische Gestaltung in Komposition, Improvisation und Performance.

„Mit den neuen Landeszentren stärken wir die Profilbildung und innovative Ansätze an unseren Musikhochschulen. Der Dialog über die Weiterentwicklung der Musikhochschullandschaft trägt damit neue Früchte“, sagt Ministerin Theresia Bauer heute bei einer Pressekonferenz in Stuttgart. „Mit den Landeszentren stärken wir innovative Ansätze und exzellente Vorhaben. Die Standorte prägen so unterschiedliche Profile aus und werden das Gesicht der Musikhochschullandschaft insgesamt vielfältiger machen.“

In den letzten Monaten hat ein großes Team der Musikhochschule Trossingen aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen intensiv an dem Konzept für das Landeszentrum gearbeitet. Interessante Kooperationspartner konnten gewonnen werden, viele gute Ideen wurden auch im Austausch mit der Hochschule Furtwangen University entwickelt. Im Wettbewerb um die Förderung von neuen Landeszentren musste jede Musikhochschule des Landes zwei W3-Professuren in einen Pool abgeben. „Für Trossingen als kleinere Hochschule war dies eine schwere Bürde“, so Rektorin Prof. Gutjahr. „Mit dem positivem Votum der Gutachter und der Entscheidung von Frau Ministerin Bauer bekommt die Hochschule auf der Baar nun eine großartige Chance.“

Das Konzept für das Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE weist eine breite Vernetzung in allen Handlungsebenen auf. Aufbauend auf einem stabilen Fundament ragt es weitverzweigt bis in die renommiertesten Kreativwerkstätten künstlerisch-medial agierender Institutionen und Netzwerke (wie IRCAM, ZKM, Filmakademie BW, mit denen verbindliche Kooperationen beschlossen wurden). An personellen Ressourcen werden der Musikhochschule zwei W3-Professuren unbefristet für das Landeszentrum zugewiesen, zudem befristet auf fünf Jahre eine E 13 Stelle sowie eine weitere befristete W3-Professur.

Die weiteren Landeszentren:

  • MHS Freiburg: Lehr- und Forschungszentrum Musik
  • MHS Karlsruhe: Musikjournalismus und Musikinformatik 
  • MHS Mannheim: Dirigieren
  • MHS Stuttgart: campus gegenwart.

 

Pressemitteilung des MWK

(14. Oktober 2015)