Trossinger Hochschulrat stellt die Weichen für Musikhochschule 4.0

"Musik kann Alltagsmoment sein oder gefeiertes Event, Konzert oder digitales Gebilde oder eine experimentelle Mischung daraus", erläutert die Trossinger Rektorin Prof. Elisabeth Gutjahr. "Im neuen Landeszentrum werden wir forschen, ausbilden und pädagogische Konzepte entwickeln, die darauf reagieren, wie sich der Musik- und Kunstbegriff gerade für junge Menschen verändert und stetig erweitert." Die vielfältigen Projekte der vergangenen Jahre gemeinsam mit dem Museum Art.Plus Donaueschingen sind Beispiele für die Innovationskraft des künftigen Landeszentrums MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE. Dabei kommt der ohnehin interdisziplinären Schulmusik mit ihrer Verankerung in der Gesellschaft eine Schlüsselstellung zu.

Der Trossinger Hochschulrat ermutigt die Musikhochschule, in der fünfjährigen Pilotphase eine dynamische und offene Struktur zu entwickeln. Eine große Chance bietet die Zusage hochkarätiger und führender Partner – international renommierte Kreativwerkstätten von den Hochschulen Furtwangen und Konstanz über das ZKM Karlsruhe, das IRCAM Paris bis zur Tongji Universität Shanghai. Durch die bedeutenden Fördermittel aus dem Qualitätspakt Lehre des Bundes spielt auch die Medienkompetenz eine wichtige Rolle beim Aufbau des Landeszentrums. "Für unsere strategischen Planungen ist die Expertise der externen Hochschulräte besonders wertvoll ", sagt die Rektorin.

Die Stärkung des regionalen Zusammenspiels stand ebenfalls auf der Agenda der Hochschulratssitzung. So berichtete Werner Till, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer über deren vielfältige Aktivitäten. Auch das Engagement des Lions-Clubs Schwenningen für das in studentischer Eigeninitiative entstandene Flüchtlingsprojekt ist ein hervorragendes Beispiel, ebenso die besondere Unterstützung einzelner Unternehmen der Region für herausragende künstlerische und künstlerisch-pädagogische Projekte der Hochschule.