Das neue Landeszentrum Musik-Design-Performance

Als Brückenbauer zwischen der Musiktradition und einer zunehmend digitalisierten Welt versteht sich das neue Landeszentrum Musik-Design-Performance: Es schafft neue Räume für den Erhalt und die Fortschreibung des musikalisch-künstlerischen Erbes, formuliert musikalische Gestaltungsansprüche, hinterfragt mediale Soundgestaltung und integriert musikalisch hochbegabten Nachwuchs in die Musikhochschule, der nicht aus der traditionellen Hochkultur kommt. Kurzum soll aus der Mitte der Hochschule heraus - die Musikpädagogik ist ebenso involviert wie die Wissenschaft, digitale Medien ebenso wie künstlerische Gestaltung in Komposition, Improvisation und Performance - Neues und Aufregendes entwickelt werden. Wichtiger Partner dabei ist die Hochschule Furtwangen University (HFU). Getragen wird das Landeszentrum zudem von einem Netzwerk renommierter künstlerisch-medial agierender Institutionen wie dem IRCAM in Paris, dem ZKM in Karlsruhe und der Filmakademie BW in Ludwigsburg, der Universität Konstanz und der Tongii Universität Shanghai.

"Wie verändern sich Verhalten, Wahrnehmung, Kommunikation, Gestaltungsansätze und ästhetische Kategorien im Zusammenhang mit Musik im digitalen Zeitalter?" ist eine zentrale Frage, aus der sich ein Perspektivwechsel ergibt: Durch die Digitalisierung beginnen wir die analoge Welt neu zu verstehen - und wertzuschätzen!

Das neue Landeszentrum Musik-Design-Performance basiert auf dem gemeinsam mit der HFU angebotenen Studiengang "Musikdesign". Gestärkt wird das Gesamtkonzept aber auch durch das aus dem Qualitätspakt der Lehre (BMBF) finanzierten Projekt "Medienkompetenz" sowie das einzigartige Ensemble der "Open Source Guitars", das durch den Innovations- und Qualitätsfonds IQF in Baden-Württemberg gefördert wird.

Überblick über Aufgabenfelder des Landeszentrums

  • Networking und (Bildungs)Angebote für Musikschulen, Musikakademien und allgemeinbildende Schulen (Sek I + II), für musikalisch Hochbegabte jenseits des traditionellen Fächerkanons
  • Studienangebote: Weiterentwicklung der Studiengänge im Fachbereich Musikdesign, der erfolgreich akkreditierten Masterstudiengänge Performance, Musikvermittlung und Komposition, der Profile in den gymnasialen Lehramtsstudiengängen sowie in den Bachelorstudiengängen Musik; Entwicklung einer eigenen Fachdidaktik Musikdesign und digitale Medien; Implementierung des Erfolgsmodells der Open Source Guitars als innovatives Studienkonzept auch für andere künstlerische Schwerpunkte und Ensembles; Einrichtung von Weiterbildungsangeboten
  • Interdisziplinäre Projekte: Akquise und Weiterentwicklung innovativer kontextbezogener Projekte in Kultur, Gesellschaft, Industrie und Medien
  • Forschung: Einrichtung und Ausstattung von Professuren in systematischer Musikwissenschaft/Musikpädagogik und Kooperation mit den Partnerinstitutionen im Qualitätszirkel
  • Qualitätsentwicklung, Connecting Dots: Das Landeszentrum bildet zusammen mit seinen hochkarätigen Partnern einen Think Tank, der (mindestens) einmal jährlich tagt.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Distribution, Konzeption und Veranstaltung eigener Symposien mit interdisziplinären Themen aus Kunst und Wissenschaft
MHS Trossingen