Arte Romeias - Juli 2017

Vier Musikdesign-Studierende aus Trossingen haben im Juli am Projekt Arte Romeias mitgewirkt. Die Anfrage zur Teilnahme erhielt die Musikhochschule über die Kooperation des Landeszentrums mit ProfessorInnen der Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften der Universität Konstanz. Der Konstanzer LKM-Studiengang unter Leitung von Jörg Lillich bekam die Möglichkeit, das Kunst- und Kulturprojekt in Singen kuratorisch zu betreuen und innerhalb eines Seminars zu dokumentieren.

Das Projekt:

Unter dem Slogan 36 Wohnungen, 82 Räume, 1 Garten, 4 WOCHEN KUNST, 4 Tage Öffentlichkeit wird das Projekt ARTE ROMEIAS Kunstschaffenden größten gestalterischen Freiraum bieten. Und dies im wörtlichsten Sinne: 
Das Projekt ist benannt nach der Romeiasstraße in Singen. Hier besitzt die Baugenossenschaft HEGAU zwei Gebäudekomplexe mit insgesamt 36 Arbeiterwohnungen aus den 1930er Jahren, die Ende 2017 abgerissen werden, um den Neubau eines sozialen Wohn-Projekts zu ermöglichen. Die ab Juni leerstehenden Wohnungen stellt die Baugenossenschaft vier Wochen lang Künstlern aller Sparten kostenlos zur freien Verfügung: und zwar nicht nur als Atelier auf Zeit oder Ausstellungsraum, sondern vor allem als Räume, die in ihrer baulichen Substanz selbst zum Material künstlerischer Bearbeitung werden können.

Die öffentliche Präsentation der Räume fand vom 20.-23. Juli als sommerliches Kunstfestival mit reichem Rahmenprogramm statt. Studierende der Kunstwissenschaft der Universität Konstanz begleiteten das Projekt sowohl redaktionell als auch dokumentarisch (Video & Katalog-Broschüre). Das Interesse der regionalen Presse an dem Projekt ist bereits im Vorfeld sehr groß.

Programmfaltblatt ARTE.ROMEIAS

Mehr Infos unter: www.hegau.com und https://web.facebook.com/arteromeias/

 

Musikdesign - Musikhochschule Trossingen

Aus Trossingen haben zwei Studierende ihre BA-Abschlussarbeiten vorstellen können. Dirk Handreke Waagemut, eine Personenwaage mit Sound-Tracking, auf der mehrere Personen durch die Verlagerung von Gewicht Klänge steuern. Lukas Nowok Mikroskopie (AT), algorithmisch zerlegte und durchdrungene tonale Zeit präsentiert mit einer an die Tonebene gekoppelten Visualisierung.

Auch aus einem anderen Jahrgang des Studiengangs Musikdesign gab es Beteiligung: Sara Kindschus und Raimund Seitz zeigten verschiedene Perspektiven in Auszeit – überall & nirgendwo: neben einem stillem Raum mit toter Materie, einen Klanginsel-Raum, in dem in Dunkelheit Miniatur-Kompositionen zum versunkenen Zuhören einluden. In Jörg Lillichs Raum, ein zeitloser, von Pflanzen überwachsener Ort, steuerten Sara und Raimund den Natur-Soundtrack bei.