
14. - 18. Mai Hochschulwettbewerb in Trossingen
Preisträger Oboe
| 1. Preis | Nanako Kondo, Karlsruhe | 3000 € |
| 2. Preis | Kyeong Ham, Trossingen | 1.800 € |
| 2. Preis | Viola Wilmsen, Lübeck | 1.800 € |
| Förderpreis | Simona Sindrestean, Weimar | 600 € |
| “Preis der Jury” | für die Klavierbegleiterin von Kyeong Ham: Na Rey Park, Trossingen | 600 € |
Die erste Preisträgerin, Nanako Kondo, wurde 1986 in Japan geboren. Mit 13 Jahren erhielt sie ihren ersten Oboenunterricht und gewann bereits zwei Jahre später den ersten Preis beim Sanyo-Studenten-Wettbewerb in Japan - zahlreiche weitere Preise folgten. Ihr Oboenstudium absolvierte Nanako Kondo bei Otto Winter und Yoshiaki Obata in Japan, bei Jaime Gonzalez in Freiburg sowie bei Alexandre Gattet und Maurice Bourgue in Paris. Seit Sommer 2008 studiert sie an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Thomas Indermühle.
Nach seinem Gewinn des 8. Richard Lauschmann-Wettbewerbs für Oboe in Mannheim im vergangenen Jahr sowie des Iris-Marquardt-Preises in diesem Jahr, erspielte sich Kyeong Ham den 2. Preis beim 58. Deutschen Hochschulwettbewerb. 1993 in Seoul geboren, begann Kyeong Ham mit elf Jahren, Oboe zu spielen. Seit Oktober 2008 studiert er bei Prof. Nicholas Daniel in Trossingen. Mit dem jungen Trossinger teilt sich die 1985 in Bonn geborene Viola Wilmsen den zweiten Preis. Sie studiert seit 2004 bei Prof. Diethelm Jonas an der Musikhochschule Lübeck, zwischendurch am Conservatoirs National Supérieur de Musique et de Danse de Paris bei Prof. Jaques Tys. 2009 gewann sie als erste Deutsche und erste Frau den 1. Preis beim internationalen Oboenwettbewerb der Sony Music Foundation in Japan. Viola Wilmsen gewann jüngst die Probespiele für das Gustav-Mahler-Jugendorchester sowie für die Stelle der Solo-Oboistin an der Deutschen Oper Berlin.
Einen Förderpreis erkannt die Jury Simona Sindrestean zu. Die 1986 geborene Rumänin wechselte nach Studien in ihrer Heimat und am Conservatoirs National Supérieur de Musique et de Danse de Paris bei Prof. David Walter wechselte sie 2009 an die Hochschule Franz Liszt für Musik Weimar zu Prof. Matthias Bäcker.
Einen "Sonderpreis der Jury" für die herausragende Klavierbegleitung des Oboisten Kyeong Ham erhielt die Trossinger Pianistin Narey Park, Geboren 1982 in Südkorea, studierte sie zunächst in Sungnam und Seoul. Von 2005 bis 2008 absolvierte sie ihre künstlerische Ausbildung (Diplom/Master) Klavier und Kammermusik an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Dr. Saule Tatubaeva. 2008 wurde sie in die Trossinger Solistenklasse aufgenommen und ist seitdem Studentin bei von Prof. Wolfgang Wagenhäuser. Seit 2006 ist Narey Park mit zahlreichen Konzertverpflichtungen Stipendiatin bei "live music now" der Yehudi Menuhin Stiftung. Sie gewann mehrere Kammermusikwettbewerbe. Zudem erhielt sie 2008 den 3. Preis beim Internationalen Skriabin Klavierwettbewerb in Paris/Frankreich, den 5. Preis beim Internationalen Duo Wettbewerb in Katrineholm/Schweden und 2009 beim 57. Hochschulwettbewerb in Detmold den Förderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes.
Preisträger Akkordeon
| 1.Preis | nicht vergeben | |
| 2. Preis | Heidi Luosujärvi, Essen | 1.800€ |
| 2. Preis | Mateja Zenzerovic, Hannover | 1.800 € |
| Förderpreise | Fanny Vicens, Trossingen | 600 € |
| Olivia Steimel, Würzburg | 600 € | |
| Volodymyr Oliynyk, Freiburg | 600 € |
Aus Finnland beziehungsweise Kroatien stammen die zweiten Preisträger des diesjährigen Hochschulwettbewerbs. Die 1983 in Rovaniemi geborene Finnin Heidi Luosujärvi wechselte nach ihrem Studium an der Sibelius-Akademie bei Prof. Matti Rantanen zu Prof. Mie Miki an die Folkwang Hochschule in Essen. National wie internatiional konnte sie bereits bei zahlreichen Musikwettbewerben Preise erringen. Sie ist Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Finnischen Kulturstiftung und von Yehudi Menuhin Live Music Now Rhein-Ruhr. Ebenfalls Stipendiatin der Yehudi Menuhin-Stiftung ist die andere zweite Preisträgerin, Mateja Zenzerovic. Sie wurde 1983 in Kroatien geboren und studiert seit 2007 in der Solistenklasse von Prof. Elsbeth Moser an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Sie ist mehrfache Preisträgerin und konzertiert in Europa sowohl als Kammermusikerin als auch als Solistin.
Wie der zweite Oboen-Preisträger, Kyeong Ham, und seine ausgezeichnete Klavierbegleiterin, Na Rey Park, studiert auch die Förderpreisträgerin Fanny Vicens in Trossingen. Ein Stipendium des DAAD führte sie 2005 nach Deutschland, wo sie zunächst bei Prof. Hugo Noth, dann bei Prof. Hans Maier studiert. Im vergangenen Jahr errang sie den Iris-Marquardt-Preis der Musikhochschule Trossingen. Ein weiterer Förderpreis ging an Olivia Steimel, die 1986 in Achern geboren wurde und 2007 ihr Studium an der Hochschule für Musik Würzburg aufnahm und dort von Prof. Stefan Hussong ausgeildet wird. Derzeit absolviert sie einen Erasmus-Austausch mit dem Cherubini-Konservatorium Florenz und erhält Unterricht von Ivano Battiston. Ebenfalls einen Förderpreis erhielt der 1983 in der Ukarine geborene Volodymyr Oliynyk, der seit 2008 bei Prof. Teodoro Anzellotti an der Musikhochschule in Freiburg studiert. Zuvor unterrichtete ihn Prof. Volodymyr Murza an der Musikakademie in Odessa.
Preisträger Musikpädagogik
| 1. Preis | André Obermüller, Dresden | "Musik mit Gehörlosen" | 2.500 € |
| 1. Preis | Ingrid Schorscher, Trossingen | "CrossCulture"-Projekt | 2.500 € |
André Obermüller nahm 2003 sein Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden auf, an der er bis heute den künstlerisch-pädagogischen Doppel-Studiengang Jazz/Rock/Pop mit Hauptfach E-Gitarre studiert. Da ihn von Anfang an Gehörlosenpädagogik fasziniert hat, wählte er 2008 für seine Diplomarbeit das Thema „Musikpädagogisches Arbeiten mit Gehörlosen“. Es folgte eine ständige Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Hörgeschädigte in Dresden, wo er neben Perkussionskursen auch eine Schulband ins Leben rief.
Ingrid Schorscher wurde 1978 in Kronstadt, Rumänien, geboren. Nach dem Studium am Hohner-Konservatorium Trossingen schlossen sich ein Rhythmik-Studium in Trossingen bei Prof. Elisabeth Gutjahr, Prof. Sabine Vliex und Dorothea Weise an sowie parallel dazu Akkordeon bei Friedemann Gisinger und Prof. Hans Maier. Ingrid Schorscher hat bei zahlreichen Bühnenprojekten sowohl aktiv als auch konzeptionell mitgewirkt. Das Projekt „CrossCulture“ mit verhaltensauffälligen Jugendlichen ergänzt ihr Profil im pädagogischen Bereich.
Preisträgerkonzert
Dienstag, 18.05.2010, 19.30 Uhr, Konzertsaal der Musikhochschule
Grußworte und Preisverleihung durch den Vorsitzenden der Rektorenkonferenz Prof. Dr. Werner Heinrichs. Die Preisträgerinnen und Preisträger der Wettbewerbe für Oboe und Akkordeon stellen sich vor. Außerdem werden die preisgekrönten Projekte des vom VdM gestifteten Pädagogik-Wettbewerbs präsentiert.
Das Hochschulorchester (Leitung: Prof. Manfred Schreier) begleitet den/die erste Preisträger/in Oboe in Bernd Alois Zimmermanns Konzert für Oboe und kleines Orchester (1952).
Die deutschen Musikhochschulen führen zwei Musikwettbewerbe von hoher Ausstrahlung ins nationale und internationale Musikleben durch.
Der Felix-Mendelssohn-Bartholdy Wettbewerb ist der älteste und traditionsreichste deutsche Musikwettbewerb. Der Preis wird seit 1878 vergeben. Der Wettbewerb wird jährlich im Januar in Berlin durchgeführt. Die deutschen Musikhochschulen kooperieren hierbei mit der Stiftung Preussischer Kulturbesitz.
Der Hochschulwettbewerb wurde 1963 von den deutschen Musikhochschulen initiiert. Er wird jedes Jahr im Mai an einer der 24 Musikhochschulen Deutschlands durchgeführt.
drucken