Mendelssohn-Abend im Detail

Sonntag, 19. April, 17 Uhr, Konzertsaal

Großer Mendelssohn-Abend zum 200. Geburtsjahr

Instrumentale und vokale Kammermusik mit Dozenten und Studierenden der Hochschule

Auszug aus dem Programm

  • Cellosonate D-Dur op. 58 (1843): Christian Niedling (Violoncello) und Wolfgang Brunner (Hammerklavier)
  • Violinsonate F-Dur (1820): Zefira Valova (Violine) und Violette Krohmer (Hammerflügel nach Stein)
  • Violinsonate f-Moll op. 4 (1838), transkribiert für Traversflöte: Linde Brunmayr-Tutz (Traversflöte) und Wolfgang Brunner (Hammerklavier)
  • „Degustationsmenü“ aus der Kontrapunktküche für Violine und Klavier (Kompositionsübungsbuch 1819-1821): Zefira Valova (Violine) und Violette Krohmer (Hammerflügel nach Stein)
  • Konzertstück Nr. 1 f-Moll für Klarinette, Bassethorn und Klavier: Diederik Ornée (Klarinette), Teddy Ezra (Bassethorn) und Keiko Munekata (Hammerklavier)
  • „Variations serieuses“: Ivana Lorenzin (Hammerflügel)
  • Sonate D-Dur für 2 Klaviere (1819): Peter Nelson und Wolfgang Brunner
  • Vokal-Duette und -Quartette (u.a. Vertonungen von Heine- und  Eichendorff): Alice Fuder (Sopran), Sandra Fromme (Mezzosopran), Matthias Löffler (Tenor) und Jochen Schmid (Bariton),  Tomáš Spurný (Hammerflügel)

Wolfgang Brunner, Initiator des großen Mendelssohn-Abends,  beschreibt Felix Mendelssohn-Bartholdy als „stilistischen Januskopf“: Soll man das jetzt noch 'barock' spielen oder ist das schon im Stil des späteren 19. Jahrhunderts zu interpretieren? Vor diesem Problem steht man häufig angesichts Mendelssohnscher Kompositionen. Wie der römische Gott Janus, der für Abschluss und Neuanfang zugleich stand, vereinigt Mendelssohn Tradition und Neuerung. Der junge Felix wächst in einem musikalisch traditionsbewussten Elternhaus auf, denn der junge Kompositionsschüler lernt bei Karl Friedrich Zelter, einem Enkelschüler Johann Sebastian Bachs. Doch gerade der junge Mendelssohn denkt und instrumentiert zur selben Zeit auch schon genial „in die Zukunft“. In seiner Notation fokussiert sich oft noch einmal exemplarisch der Paradigmenwechsel der Aufführungspraxis um 1800.
Auf dem Programm stehen neben wohlbekannten Highlights einige höchst selten aufgeführte Werke: z. B. Bachs Violin-Chaconne mit Mendelssohns Klavierbegleitung. Und ein so gut wie nie zu hörender Einblick in den Kompositionsunterricht bei Zelter serviert uns ein köstliches „Degustationsmenü aus der Kontrapunkt-Küche“.  Appetit bekommen? Wir laden herzlich ein!
Eintritt: € 6 (erm. € 4), Schüler, Studierende frei