Dissertationen

Informationen zur Promotion an der Musikhochschule Trossingen

Dissertationsvorhaben Julia Wernicke

Perspektivwechsel: Entwicklungspotenziale für Studierende im inklusiven Projekt „Theater mit Musik“ – eine qualitative Studie

Das Dissertationsvorhaben von Julia Wernicke befasst sich mit dem Themenfeld Musik und Inklusion. Es ist angebunden an das inklusive Projekt „Theater mit Musik“ des Fachs Music & Movement (Musik und Bewegung/Rhythmik) an der MH Trossingen unter der Leitung von Prof. Dr. Dierk Zaiser.

Mit dem bisher selten angestellten Perspektivwechsel möchte diese Promotion den Wert solcher Projekte näher beleuchten: Das angestrebte empirische Forschungsvorhaben soll das Entwicklungspotenzial der Studierenden hinsichtlich Persönlichkeit, Methoden-, Sozial-, sowie künstlerischer Kompetenzen durch Teilnahme am inklusiven Projekt „Theater mit Musik“ untersuchen.

Ausgehend von theoretischen Grundlegungen mündet das Forschungsprojekt in einer qualitativen Studie, in der unterschiedliche Daten trianguliert werden. Der empirische Teil wird wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Christina Zenk.

Die Arbeit wird von Prof. Dr. Alexander J. Cvetko betreut.

Julia Wernicke, BA Gebärdensprachen an der Universität Hamburg sowie Diplommusikerziehung Rhythmik am Hamburger Konservatorium. Mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit inklusiven Gruppen, Fachlehrerin Rhythmik/Musik und Bewegung an der Förderschule Hören und Kommunikation Johann-Joseph-Gronewald Köln sowie Rhythmikerin in der Grundstufe an der Rheinischen Musikschule Köln.

Julia Wernicke

Dissertationsvorhaben Christoph Scheerer

Das Verhältnis von c und ¢ vom 15. bis zum Beginn des 17. Jahrunderts. Eine Untersuchung zum Verständnis und Gebrauch der beiden Mensurzeichen in Theorie und Praxis

In seinem Dissertationsvorhaben befasst sich Christoph Scheerer mit der Bedeutung des so genannten Diminutionsstrichs von seinem Aufkommen bis zur Entwicklung des modernen Taktsystems, in dem er heute vom „Alla-breve-Takt“ her noch bekannt ist. Die Arbeit untersucht dabei sowohl die musikalischen Quellen, in denen der Diminutionsstrich Verwendung findet, als auch die Aussagen dazu, die in zeitgenössischen musiktheoretischen Traktaten getroffen werden. Die Spannungen, die zwischen beiden Quellentypen und innerhalb der Quellentypen selbst bestehen, sind ursächlich dafür, dass die moderne Aufführungspraxis von Musik aus dem untersuchten Zeitraum immer wieder vor dem Problem der korrekten Deutung des Diminutionsstrichs steht. Diese Spannungen zu erhellen und womöglich aufzulösen sowie Lösungsvorschläge für eine den Quellen entsprechende Aufführung dieser Musik zu bieten, ist das Ziel der Dissertation.

Die Arbeit wird von Prof. Dr. Nicole Schwindt betreut.