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Prof. Dr. Nicole Schwindt

Musikwissenschaft Alte Musik

(* 1957) lehrt als Professorin für Musikwissenschaft (Alte Musik).

Nach dem Studium der Musikwissenschaft und Germanistik in Saarbrücken, Tübingen (1982 Magister) und Heidelberg (1986 Promotion bei Ludwig Finscher) arbeitete sie von 1985 bis 1989 im Rahmen der Musikhandschriftenkatalogisierung an der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Seit 1990 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistentin am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität des Saarlandes und lehrt seit 1993 in Trossingen, 2006–2008 als Gast auch an der Universität Bern, 2015 als Gerda Henkel Visiting Professor an der Stanford University. 2016–2018 war sie beurlaubt, um eine Opus magnum-Förderung der VolkswagenStiftung wahrzunehmen.

2005 erfolgte ihre Wahl in den Beirat der Gesellschaft für Musikforschung, deren Sprecherin sie 2009-2013 war. 2018 wurde sie zur Vorsitzenden des Répertoire International des Sources Musicales (RISM) Deutschland gewählt.

2001 begründete sie troJa. Kolloquium und Jahrbuch für Renaissancemusikforschung (www.troja-online.eu). Ihr 1992 erstmals erschienenes Studienbuch zu Grundlagen des musikwissenschaftlichen Arbeitens gehört mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren zu den erfolgreichsten Büchern des Faches.

Ihre Arbeitsschwerpunkte bilden die Musikgeschichte des mittleren und späten 18. Jahrhunderts, woraus der Beitrag "Die Kammermusik" im "Mozart Handbuch" 2005 hervorging, und insbesondere die weltliche Musik des 15. und 16. Jahrhunderts, wozu 2004 eine umfassende Darstellung der musikalischen Lyrik in der Renaissance erschien. Ihr Interesse gilt speziell dem deutschen Lied, was sich 2002/03 in der zweibändigen Gesamtausgabe der Lieder Ivo de Ventos für die "Denkmäler der Tonkunst in Bayern" niederschlug, und 2018 zur Publikation der umfangreichen Studie "Maximilians Lieder. Weltliche Musik in deutschen Landen um 1500" führte.

Schriften

 

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