Prof. Sonja Lena Schmid

Ensemble und digitale Performance

Sonja Lena Schmid wurde in Tübingen geboren und studierte Cello und Kammermusik in Hamburg bei Prof. Niklas Schmidt und Prof. Bernhard Gmelin, in Amsterdam und Den Haag bei Dmitry Ferschtman und in Lübeck bei Prof. Troels Svane. Sie wurde vielfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet wie dem „ZEIT“-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben, dem „Huygens-Stipendium“ der niederländischen Regierung, dem 1. Preis des Internationalen Kammermusik-Wettbewerbs „Charles Hennen“ , einem Sonderpreis beim Internationalen Wettbewerb „Schubert und die Moderne“ sowie einem Echo Klassik der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“. Sie war Stipendiatin der Villa Musica Mainz und nahm mehrfach auf Einladung von Steven Isserliss an den Open Chamber Music Sessions Prussia Cove, England, teil.

Sonja Lena Schmid ist sowohl mit der klassischen (Kammer-)musik als auch den neuesten Strömungen aktueller Musik vertraut. Sie hat als Solistin und Kammermusikerin mehr als 60 Werke uraufgeführt. Ihr Fokus liegt dabei auf Stücken, die an die Interpretin besondere physische, performative oder auch stimmliche Anforderungen stellen und die meist in enger Zusammenarbeit mit den Komponist*innen entstehen.

Als Mitglied des Decoder Ensembles gastiert sie bei internationalen Festivals und gestaltet seit der Saison 2017/2018 die Konzertreihe „Unterdeck“ in der Hamburger Elbphilharmonie mit wechselnden Gästen unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen, wie Brigitta Muntendorf, Nora Gomringer, Sarah Nemtsov, Heinrich Horwitz, Simon Steen-Andersen oder Kötter/Seidl.

Gemeinsam mit der Pianistin Anne von Twardowski initiierte sie 2014 das Projekt „Rauschen“, das klassische Kammermusik mit Live-Elektronik verbindet, etwa in Zusammenarbeit mit den Gebrüdern Teichmann oder Ada.

Sie brennt für interdisziplinäre Projekte, besonders für die Verbindung von Musik und Theater.

2008-2019 war sie Mitglied des weltweit erfolgreichen Quartetts Salut Salon. Daneben wirkte sie unter anderem in Produktionen für die Biennale München, das Thalia Theater und das Deutsche Schauspielhaus mit sowie in freien Produktionen wie dem Kinder-Musiktheater „Teufels Küche“, das u.a. Gastspiele an der Hamburger Staatsoper und im Festspielhaus Baden-Baden gab und für den „Junge Ohren“-Preis nominiert wurde.

2019 wurde sie als Professorin für Ensemble und digitale Performance an das Landeszentrum Musik-Design-Performance der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen berufen.